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 Pro Betta-Wildformen

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Thomas
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BeitragThema: Pro Betta-Wildformen   Mo 15 Jan 2007 - 21:20

PRO BETTA-WILDFORMEN

Ich möchte in einer kleinen Themensammlung auf die gängisten Hindernisgründe eingehen, die Neulinge davon abhalten sich für Betta-Wildformen und da vor allem die Schwarzwasserbewohner, zu entscheiden:

1.) Betta-Wildformen sind nicht erhältlich
2.) Betta-Wildformen benötigen saures Weichwasser
3.) Betta-Wildformen sind empfindlich und sterben nach kurzer Zeit
4.) Betta-Wildformen fressen nur Lebendfutter
5.) Betta-Wildformen sind scheu und man sieht sie nie
6.) Betta-Wildformen sind unattraktiv
7.) Betta-Wildformen brauchen Aquarien in denen keine Pflanzen wachsen können
8.) Betta-Wildformen kann man nicht mit anderen Fischen zusammen pflegen

1.) Betta-Wildformen sind nicht erhältlich: Betta-Wildformen sind auf regulären Wegen über den Handel hier in Wien und vermutlich auch in ganz Österreich nicht oder nur sehr selten erhältlich und dann ist die Auswahl meistens auch sehr eingeschränkt. Ausnahmen beruhen i.d.R. auf von privaten Züchtern abgegebenen Nachzuchten.
Da jedoch einige Betta-Wildformen sehr spezielle Ansprüche haben, sind diese entweder von vornherein in schlechtem Zustand und sichere Todeskandidaten oder werden es spätestens wenn ihnen kein adäquates Umfeld geboten wird – da hilft es auch nichts wenn die Tiere ursprünglich mit viel Liebe, Geld und Zeitaufwand von privaten Züchtern aufgezogen wurden. Aus diesen Gründen und der Tatsache, daß sich Wildform-Bettas in Händlerbecken schlecht oder auch gar nicht präsentieren, also so versteckt sind bis sie über kurz oder lang versterben und wenn, sich nur unscheinbar in Schreckfärbung zeigen, bieten Zoofachhändler solche Kostbarkeiten wie B.persephone, B.brownorum, B.foerschi etc. erst gar nicht an, selbst wenn sie sie erhalten könnten. Darüber hinaus ist der an Fischen Interessierte oft gar nicht in der Lage solche als Besonderheiten zu erkennen oder hat ein völlig falsches Bild von deren Haltungsbedingungen. Entweder werden sie aus mangelnder und/oder mangelhafter Information schlicht falsch untergebracht bis die Tiere innerhalb kürzester Zeit wiederum versterben oder die Tiere werden erst gar nicht erworben, da sie für viele als unhaltbar gelten. Wenn man ihnen jedoch deren Haltungsbedingungen, die gar nicht so schwer zu verwirklichen sind, bietet, handelt es sich bei den meisten Betta-Wildformen um gut haltbare Fische, die darüber hinaus ein interessantes Verhalten und eine sehr ansprechende Optik bieten!
Dem Interessierten empfehle ich mit der IGL, der internationalen Gemeinschaft für Labyrithfische, Kontakt aufzunehmen (http://www.igl-home.de/) und über dortige private Züchter die Wunschtiere zu beziehen. Einige wenige Arten werden auch hier in Österreich nachgezogen, meist gestaltet es sich jedoch als recht schwierig an diese Züchter heranzukommen.

2.) Betta-Wildformen benötigen saures Weichwasser: Wie bereits angesprochen verlangen einige Betta-Wildformen spezielle Haltungsbedingungen und daran stoßen sich die meisten Interessenten. Einer der Hindernisgründe beruht auf der Tatsache, daß die meisten farblich attraktiven Betta-Wildformen saures und weiches Wasser bevorzugen. Wer sich eine Umkehrosmoseanlage, die sehr weiches und hochqualitatives Wasser liefert, nicht leisten will, kann jedoch geringere Mengen auf unkompliziertem und völlig natürlichem Wege selbst produzieren. Dazu benötigt man nichts weiter als einen lebensmittelechten 10-Liter-Kübel, einen Liter aquaristisch geeignetes Schwarztorfgranulat, das man in jedem Zoofachhandelsgeschäft erhält und einen Wassertest mit dem man die Karbonathärte des Wassers bestimmt, der ebenfalls in jedem Zoofachhandelsgeschäft erhältlich ist.
Das Schwarztorfgranulat wird in den Kübel gegeben, entweder lose oder in einem Netzbeutel und anschließend mit Leitungswasser aufgefüllt. Dann, je nach Torfmenge und Qualität, aber meist nach 24 Stunden, wird die Karbonathärte gemessen die mittlerweile bei Null angekommen sein sollte. Ist dies noch nicht der Fall, einfach warten. Das Torfgranulat ist gerade am Anfang der Verwendung wasserabstoßend und es dauert eine Weile, bis dieses untergeht und seine volle Wirkung entfaltet.
Ist die Karbonathärte bei Null angelangt, kann man den Filterbeutel zum Abtropfen über den Kübel hängen, um nichts vom kostbaren Schwarzwasser zu vergeuden. Andernfalls kann man das Granulat auch einfach im Kübel belassen und die benötigte Wassermenge über einem Küchensieb oder einem gröberen Fischnetz abgießen. Je nach Qualität des Torfgranulats kann man auf diese Art und Weise etliche Liter Schwarzwasser gewinnen.Mit zunehmender Erschöpfung des Torfgranulats wird aber die Wartezeit bis eine Karbonathärte von Null erreicht ist z.T. deutlich verlängert.
Im Zuge dieser Prozedur bekommen wir nicht nur weiches Wasser, sondern gleichzeitig wird das Wasser auch angesäuert. Um Osmosewasser anzusäuern empfehle ich auch hierzu den gleichen Ablauf. Natürlich ist die Reichweite des Torfs bei Verwendung von ohnehin weichem Wasser deutlich größer.
Bei einem halbgefüllten 54-Liter-Aquarium, adäquater Aquarieneinrichtung und vernünftigem Umgang, kommt man mit einem Liter Torf eine ganze Weile aus!

3.) Betta-Wildformen sind empfindlich und sterben nach kurzer Zeit: Betta-Wildformen gelten zu Unrecht als empfindlich, da jedes Tier, völlig artunabhängig, bei ungenügenden Haltungsbedingungen hinfällig ist. Es ist richtig, daß sie neben sehr vielen anderen gängigen Aquarienfischen echte Spezialisten sind und ihre Anpassungsfähigkeit in der Bandbreite und Zeitdauer eher gering ausfällt. Aber beispielsweise die Schwarzwasserbewohner unter den Betta, zählen innerhalb der „sauren Weichwasserfische“ zu den widerstandsfähigeren. Bietet man ebendiesen Spezialisten passende Umweltbedingungen sind sie ausdauernde Pfleglinge die einem über viele Jahre Freude bereiten können .
Die meisten Probleme nehmen ihren Anfang, indem die erworbenen Fische von vornherein geschädigt sind. Beim Zoofachhändler über die Toleranz hinaus durch ungenügende Wasserbedingungen und Futtermangel geschwächt und dann auch meist zusätzlich erkrankt. Wobei sehr viele Betta, ohne das man es ihnen anmerken würde und durch den Transportstress beinträchtigt, zu Piscinoodinium neigen. Dies trifft, selten aber doch, auch auf Tiere aus privater Züchterhand zu. Aus diesem Grund empfehle ich jedem Interessenten seine neu erworbenen Tiere in Quarantäne zu geben und diese, nebst optimaler Wasserqualität und bester Futterversorgung, präventiv zu behandeln. Mitunter sind gerade solche unerkannten und unbehandelten Erkrankungen Grund für frühzeitiges Sterben der Tiere oder anhaltende Erfolglosigkeit bei der Zucht, da gerade Eier und Larven besonders anfällig sind.

4.) Betta-Wildformen fressen nur Lebendfutter: Wildform-Betta fressen nur Lebendfutter! Das kann ich nur eingeschränkt bestätigen. Viele Arten, wie die meisten Aquarienfische, bevorzugen tatsächlich Lebendfutter und sind nur mit Mühe an Frostfutter zu gewöhnen und verschmähen Trockenfutter völlig. Aber dies trifft eben nicht auf alle Arten zu und muß individuell abgeklärt werden bevor man das jeweilige Tier erwirbt, wobei gerade in Wien die Versorgung mit Lebendfutter über den Zoofachhandel kein Problem darstellt. Da unsere Betta meist keine großen Fresser, oder besser gesagt, mit erheblich weniger glücklich und langlebiger sind, fällt diese Art der Futterversorgung auch finanziell nicht ins Gewicht.
In Zeiten von Versorgungsengpässen, kann problemlos auf frischgeschlüpfte Artemia salina zurückgegriffen werden, deren Schlupf nicht nur sehr einfach und mit geringstem Aufwand zu bewerkstelligen ist, sondern diese Nauplien stellen auch ein wertvolles Jungfischfutter dar und sollten keinesfalls fehlen. Adulte Tiere fressen sehr gerne Artemia-Nauplien, trotz ihrer Kleinheit, und können problemlos über längere Zeiträume mit diesen ernährt werden, ohne das es zu Mangelerscheinungen kommen würde.

5.) Betta-Wildformen sind scheu und man sieht sie nie: Wildform-Betta sind, ganz entgegen dem Eindruck den man im Zoofachhandel üblicherweise bekommt, bei adäquater Unterbringung keineswegs scheue Fische. Gerade Nachzuchten können erstaunlich zutraulich werden und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Selbst brutpflegende Tiere sind oftmals gleichgültig gegenüber Störungen und präsentieren sich auch in dieser sensiblen Zeit dem Betrachter. Durch kluges Gestalten des Aquariums, kann man die potenziellen Orte der Brutpflege so einschränken, daß dieses sehenswerte und lehrreiche Verhalten direkt im Sichtbereich stattfinden kann. Sogesehen sind gerade Betta sehr dankbare und überaus empfehlenswerte Fische, die auch für Kinder ein Bindeglied zur Natur sein können.

6.) Betta-Wildformen sind unattraktiv: Wildformen unterschiedlichster Arten gelten allgemein als farbloser als Zuchtformen. Dies gilt insofern, als viele Zuchtformen, wie etwa Korallen-Platies „farbecht“ sind und auch bei ungenügenden Haltungsbedingungen und Unwohlsein ihre Farben zeigen ohne auffällig blasser zu werden. Jedoch zeigen Betta-Wildformen unter adäquaten Bedingungen und vor allem während der Balz fantastische Farben! Wer das Rot von B.brownorum, das Blau von B.foerschi oder das Orange von B.albimarginata einmal gesehen hat, weiß was ich meine.
Darüberhinaus hängt die Attraktivität eines Fisches für viele nicht nur von den Farben und der Gestalt ab, sondern auch vom Verhalten und genau in diesem Bereich punkten unsere Betta gewaltig. Bei Schaumnestbauern läßt sich die Brutpflege direkt beobachten und auch die Zusammenarbeit der Geschlechter zur Revierverteidigung ist bei entsprechendem Feinddruck gut zu sehen. Die Paarung selbst und vor allem die Eiübergabe bei den maulbrütenden Betta läßt sich ebenfalls sehr gut beobachten und ist immer wieder ein faszinierendes Schauspiel und, ganz unabhängig von der Brutpflege: Alleine die Geplänkel zwischen den einzelnen Individuen, egal ob Maulbrüter oder Schaumnestbauer, mit den regelrechten Farbexplosionen, wenn zum Imponieren die Flossen gespreizt werden, sind überaus interessant und in dieser Intensität bei den wenigsten Aquarienfischen zu beobachten.

7.) Betta-Wildformen brauchen Aquarien in denen keine Pflanzen wachsen können: Die Aquarien von Betta-Wildformen gelten als trostlos, wenn es um die Bepflanzung geht. Und ja, in Schwarzwasseraquarien ist die Auswahl an tauglichen Pflanzen im Handel gering. Stünden etwa alle Cryptocorynen zur Wahl, wüßte man vermutlich nicht, welche man nehmen sollte, soviele gäbe es. Aber es ist nunmal nicht so und wir müssen uns im Schwarzwasserbereich mit diversen Arten wie etwa Anubias spp., Bolbitis heudelotti, Ceratopteris spp., Cryptocoryne spp., Lagenandra spp., Microsorum spp., Salvinia spp., Vesicularia sp. und noch einigen anderen zufrieden geben. Handelt es sich bei den Betta um keine Schwarzwasser- sondern beispielsweise „nur“ um Weichwasserbewohner wird die Auswahl, bei entsprechender Lichtversorgung, wirklich groß, da sehr viele Wasserpflanzen hartes Wasser nicht dauerhaft vertragen. Einer maßvollen (!) CO2-Versorgung steht ebenfalls nichts im Wege. Ich konnte selbst mehrfach Betta in CO2-gedüngten Becken züchten und die Tiere hatten keinerlei Probleme. Hier ist es aber wichtig, daß wirklich nur soviel CO2 ins Becken gelangt wie auch tatsächlich vom Wasser aufgenommen und schließlich von den Pflanzen verbraucht werden kann, andernfalls besteht die Gefahr einer Vergiftung!

8.) Betta-Wildformen kann man nicht mit anderen Fischen zusammen pflegen: Als letzter Punkt meiner Auflistung „Pro Betta-Wildformen“ steht das Thema der Vergesellschaftung. Einem zukünftigen Halter sollte bewußt sein, daß er mit dem Erwerb einer Betta-Wildform keinen beliebigen „Allerweltsfisch“ besitzen wird. Diese Tiere sind in ihren Ansprüchen diffiziler und auch bei der Vergesellschaftung mit anderen Fischarten muß vor allem darauf Rücksicht genommen werden, daß die Haltungsbedingungen der Betta erfüllt sein müssen. Der Begleitfisch muß dementsprechend mit diesen Umweltbedingungen zurecht kommen. Glücklicherweise gibt es einige Arten, beispielsweise einige Boraras spp. und Rasbora spp., die klein bleiben und kein Territorialverhalten gegenüber den Betta entwickeln und damit ideale Gesellschafter sind. Diese munteren und selbst farblich sehr attraktiven kleine Kerle beleben ein solches Betta-Becken und leisten ihren Beitrag als Futterverwerter und nehmen manchen Betta die anfängliche Scheu. Sie dienen ebenso als Frühwarnsystem bei Erkrankungen, da sie diese früher anzeigen. Fallweise müssen sie auch als Prügelknaben herhalten! Und hier kommt eine Einschränkung und jeder sollte sich darüber im Klaren sein: In zu kleinen Becken und während der Brutpflege kann es durchaus dazu kommen, daß Begleitfische von den Betta getötet werden könnten, um ihren Nachwuchs zu schützen. Ist das Aquarium groß genug wird dies kaum passieren und man kann bei den Schaumnestbauern die Arbeisteilung bei der Revierverteidigung beobachten. Man sollte sich aber darauf einstellen, daß in solchen Gesellschaftsaquarien in der Regel kein Nachwuchs aufkommt, da er früher oder später gefressen wird.


Zuletzt von am Di 25 Sep 2007 - 21:10 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Ingo

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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Di 16 Jan 2007 - 2:04

Hi Thomas, muss echt mal sagen sehr gut geschrieben und super erklärt...

wirklich toll... Wink

Viele Grüsse
Ingo
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ursula
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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Di 16 Jan 2007 - 10:02

Hallo Thomas!
Ein wunderbarer Artikel der "Gusto" macht, es mal selbst zu versuchen ;-)

Einzig diesem Satz kann ich nicht so ganz vorbehaltlos zustimmen, der sich auf Betta Splendens Zuchtformen bezieht: "auch bei ungenügenden Haltungsbedingungen und Unwohlsein ihre Farben zeigen ohne auffällig blasser zu werden."
Auch die Zuchtformen reagieren mit starkem "Erblassen" und Stressstreifen, wenn sie sich aus irgendwelchen Gründen gestresst fühlen - und umgekehrt mit prächtigster Färbung bei der Balz.
Jedoch konnte ich beobachten, daß das Ausmaß der Farbveränderung unter Stress sehr wohl auch abhängig vom Fisch selbst ist, d.h. es scheint stressanfälligere Fische zu geben, die rascher und intensiver reagieren als andere. Auch konnte ich beobachten, daß Weibchen offenbar eher dazu neigen sehr rasch, sehr deutlich zu reagieren (zB bei Wasserwechsel, Umsetzen in ein neues Becken etc.), Männchen hingegen oft nur bei sehr deutlichem, ausgeprägterem Stress (zB bei längerem Transport).

LG & gratuliere zu diesem superinformativen, und doch einfach geschriebenen Artikel!
Ursula
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Thomas
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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Di 16 Jan 2007 - 15:10

Hallo ihr Lieben, danke für´s feedback!
Und wie es der Fehlerteufel so liebt, ist mir gleich ein gröberer Ausrutscher passiert - entschuldigt bitte! Ursula hat den Schwachpunkt gleich korrigiert: ich wollte "allgemein" von Wildformen und Zuchtformen schreiben, aber im Kontext entsteht natürlich logischer Weise der Eindruck, daß ich Betta meinte. Auf Betta splendens trifft dies so zu wie Ursula geklärt hat. Ich meinte Platy & Co., die halb am sterben immer noch rot sind...
Was meinst Du, Ursula, soll ich den Text ändern auch wenn unsere nachfolgenden Beiträge dann verwirrend wirken?
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Thomas
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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Di 16 Jan 2007 - 15:29

ursula schrieb:
Ein wunderbarer Artikel der "Gusto" macht, es mal selbst zu versuchen ;-)

Servus Ursula, was hält Dich ab? Gerade jetzt ist eine wichtige Stütze der B.persephone-Erhaltungszucht in Deutschland ausgefallen und ich suche weiterhin Interessenten für diese Tiere. Ninh hat schon welche bei sich schwimmen, zwei Bekannte von mir ebenfalls. Momentan schwimmen wieder kleine Jungfische bei mir herum, die in ein paar Monaten ein neues Heim suchen würden. Na, kein Platz für ein 12-ltr.-Becken ;-) ?

Das ist der Papa in Normalfärbung.
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ursula
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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Di 16 Jan 2007 - 16:57

Hallo Thomas!
Hmmmmm mal sehen, bin ja dzt kräftig am Um- bzw. Neuaufbau meiner Zuchtutensilien/Auquarien/Regale etc. Bis dato ist jetzt nur mal Platz für die Neuankömmlinge aus Hannover - wie's in ein paar Monaten aussieht, mal sehen wie es platzmäßig aussieht. Wenn's dann nicht schon zu stark wuselt bei den zuchtformen und ich ihnen noch ein hübsches Plätzchen anbieten kann, spricht ja nix dagegen.
Nur wären's nicht 12L die sie bekommen würden, sondern wenn, dann schon dem Standard gemäß ein 54er ;-)
LG Ursula
PS: Wg. Korrektur mußt Du das entscheiden - verständnismäßig wär's sicherlich besser direkt dort, da ich nicht weiß, ob der darauffolgende Diskurs auch immer noch gelesen werden wird.
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Thomas
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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Di 16 Jan 2007 - 17:52

ursula schrieb:
Nur wären's nicht 12L die sie bekommen würden, sondern wenn, dann schon dem Standard gemäß ein 54er ;-)
Würde mich freuen!
ursula schrieb:
PS: Wg. Korrektur mußt Du das entscheiden - verständnismäßig wär's sicherlich besser direkt dort, da ich nicht weiß, ob der darauffolgende Diskurs auch immer noch gelesen werden wird.
Hab´s soweit korrigiert, daß es inhaltlich +/- eindeutig ist und Dein Zitat noch paßt. So bleibt Deine Klarstellung bezüglich der Zuchtformen bestehen.
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ursula
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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Di 16 Jan 2007 - 21:43

Wunderbar!
LG Ursula
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ninh

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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Di 16 Jan 2007 - 22:45

wowwwwwwwww brauch ja stunden um den beitrag zu lesen von dir Thomas hehe.echt klasse.thx
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Angelika

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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Do 8 März 2007 - 19:05

Hallo Thomas,

-und führe mich nicht in Versuchung- AMEN Twisted Evil

"grübel" Osmoseanlage hab ich, leerstehendes 12l mit Abdeckung auch, fänd ich nur irgendwie zu klein...
Aber wie bring ich das wieder meinem Mann bei Rolling Eyes

Danke für diesen sehr informativen Beitrag. Hat echt Lust gemacht auf ein paar "Wilde". Vielleicht wird`s ja noch mal was.

liebe Grüße
Angelika
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Thomas
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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Do 8 März 2007 - 20:46

Angelika schrieb:
Osmoseanlage hab ich, leerstehendes 12l mit Abdeckung auch, fänd ich nur irgendwie zu klein... Vielleicht wird`s ja noch mal was.

Servus Angelika,

freut mich, dass ich Dein Interesse wecken konnte ;-) !

In nächster Zukunft werde ich meine Anlage detailliert vorstellen, aber vorab folgendes:

Ich habe Betta rutilans, B.brownorum, B.persephone, B.albimarginata, B.coccina und B.uberis unter unterschiedlichsten Bedingungen gehalten und gezüchtet. U.a. in Aquarien von 80x35 cm Grundfläche bis hinunter auf Laichnetze von 13x17 cm Grundfläche. In allen Behältergrößen hatte ich Nachzuchterfolge. In keiner der Behältergrößen hatte ich den Eindruck, dass sich die Tiere unwohl fühlen würden, wobei ich das nicht wirklich beurteilen kann... Wie auch immer, außer zu größer angelegten Nachzuchtvorhaben oder Vergesellschaftungsversuchen sehe ich keine Nachteile darin kleine (!) Wild-Betta, wie etwa B.persephone in 12ltr.-Aquarien zu halten. Vielmehr ist es so, dass ich in diesen kleinen Aquarien die Bedingungen viel leichter herstellen kann, als in größeren. Außerdem ist eine kontrollierte Fütterung stark vereinfacht!
Erst vor kurzem ist mein altes B.persephone-Zuchtpaar aus einem größeren Zuchtbecken wieder in ein kleines 10,8ltr.-Becken übersiedelt, um dort eine Zwangspause über sich ergehen zu lassen. Endeffekt: trotz kühlem Wasser, geringem Futterangebot und vergleichsweise beengten Platzverhältnissen schäumt das Männchen wieder mal vor Liebe und sie umschwänzelt ihn allerliebst...
Langer Rede kurzer Sinn: B.persephone würde ich ohne Bedenken in einem 12ltr.-Becken halten und zufälligerweise habe ich noch ein paar Jungtiere die ich Dir am 31.03. zu unserem Treffen mitbringen könnte... Also wenn Du Lust hast schick´ mir eine pm!

P.S.: Nichtsdestotrotz gibt es kaum etwas schöneres als zwei Paare in einem größeren Becken gemeinsam zu halten. Wenn Du irgendwie die Möglichkeit hättest, greif´ auf ein 54ltr.-Aquarium zurück - die Tiere werden es Dir danken!
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Angelika

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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Sa 10 März 2007 - 22:01

Hallo Thomas,

vielen lieben Dank für dein Angebot, nur hab ich Bedenken, da ich vermutlich Mai/Juni 1-2Wochen auf Urlaub bin und ich so eine Pfütze nicht so lang allein lassen möcht. Ist ja bei dem weichen Wasser doch sehr instabil.
Danach möchte ich aber ein 54l oder auch ein 80-iger einrichten und dann vielleicht auch eine maulbrütende und eine schaumnestbauende Art vergesellschaften.
Sind ja wirklich faszinierende Fische.
Wenn du dann noch Tiere abzugeben hättest, wäre ich sehr dankbar.

LG Angelika
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Thomas
Moderator


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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   So 11 März 2007 - 15:52

Angelika schrieb:
1-2Wochen auf Urlaub bin und ich so eine Pfütze nicht so lang allein lassen möcht. Ist ja bei dem weichen Wasser doch sehr instabil. () Wenn du dann noch Tiere abzugeben hättest, wäre ich sehr dankbar.

Servus Angelika,

wenn die Becken adäquat eingerichtet, eingelaufen und betrieben werden, ist auch ein 4-8wöchiger Urlaub kein Problem, denn diese werden trotz des geringen Volumens sehr stabil und den Fischen macht solch eine Fastenzeit nichts aus, vorausgesetzt sie sind in guter Kondition!

Ich denke, dass ich B.persephone und B.albimarginata +/- immer im Angebot haben werde. Diese beiden Arten harmonisieren auch recht gut miteinander. Melde Dich einfach,

liebe Grüße,
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Dino47

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BeitragThema: Re: Pro Betta-Wildformen   Mo 10 Mai 2010 - 16:55

Hallo Thomas,
ein wirklich sehr guter Beirtag zum Thema Wild Betta. Ich selber bin seit Jahren ein begeisteter Anhänger der Wild Betta Formen. Früher habe ich meist Schaumnestbauer gepflegt. Da ich aber auch Hochzuchten habe, habe ich meine Bestände zum größten Teil an fachkundige Züchter abgegeben. Dafür habe ich Maulbrüter. Wildformen haben Ihren eigenen Reiz, und ich kann stundenlang vor den Becken verweilen. Und wenn sie sich wohlfühlen, sind sie prachtvolle, farbenfrohe Betta.
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