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Thomas
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BeitragThema: Ernährung   So 28 Okt 2007 - 23:10

Ich möchte anhand von Fotos zweier nicht miteinander verwandter Dario dario-Männchen eine Thematik aufrollen, mit der wir uns alle intensivst auseinandersetzen müssen, wenn wir langfristig vitale Tiere halten und züchten wollen: deren Ernährung.

Unabhängig davon, dass es sich vielleicht um zwei Fundortvarianten der gleichen Art handelt, möchte ich gerne vorab eure Meinung zu den beiden Tieren hören, da im Zuge einer Diskussion oft tolle Erkenntnisse zutage treten! Bewertet bitte nicht die Färbung des zweiten Männchens, es war unmittelbar nach dem Umsetzen in ein neues Becken etwas blass:





Liebe Grüße,
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Ingo

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BeitragThema: Re: Ernährung   Mo 29 Okt 2007 - 4:31

Hi Thomas, also wenn Du die Ernährung ansprischst, möchtest Du bestimmt wissen was uns äusserlich an den beiden Tieren auffällt, oder? also unabhängig von der Farbe.

Der zweite Bock, erscheint mir um einiges älter zu sein als der erste, natürlich ist auch ein leichter Unterschied von der Körperfülle zu erkennen was aber recht schwierig ist weil die beiden Fische nicht in der gleichen Position abgelichtet wurden.
Was mir aufgefallen ist bei meinen Badis badis, die männlichen Tiere der Badis-Gruppe weisen alle einen leicht nach innen gewölbten Bauch auf was aber "normal" sein sollte, hat man mir gesagt, wie eben auch bei dem zweiten Tier.
Vom Körperbau gefällt mir der zweite besser, da er einen längern Körper zu haben scheint, der erste wirkt etwas gedrungen.
Freu mich schon auf Diskussionen Wink ...

LG
Ingo
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Angelika

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BeitragThema: Re: Ernährung   Mo 29 Okt 2007 - 19:14

Hallo Thomas und Ingo,

tu mir auch ein wenig schwer bei der Beurteilung, da die Perspektive täuschen kann...

Was mir außer dem "Bauchunterschied", den Ingo schon angesprochen hat, auffällt, ist das das erste Tier im Verhältnis zum Körper größere Augen zu haben scheint (Unterschied in der Wachstumsgeschwindigkeit?).
Weiters zeigt das zweite Tier eine stärkere Einbuchtung-Einschnürung am Schwanzstiel, gleich hinter der Dorsale.
Kenn die Badis aber zu wenig, um das werten zu können.

Bin auf alle Fälle schon sehr auf die Auflösung gespannt...

lg
Angelika
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Thomas
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BeitragThema: Re: Ernährung   Mo 29 Okt 2007 - 23:30

Hallo,

bevor ich die (vermutliche) "Auflösung" liefere noch zwei Fotos von ein und demselben Betta persephone-Männchen mit drei Monaten Zeitabstand:


Auf diesem Bild hatte das Männchen überwiegend das gleiche Futter bekommen, wie das erste Dario-Männchen.


Und hier drei Monate später, nach häufigen Wasserwechseln mit reinem Osmosewasser und anderer Fütterung.

Liebe Grüße,
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Ingo

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BeitragThema: Re: Ernährung   Di 30 Okt 2007 - 9:02

Hi Thomas, na Du spannst uns ja auf die Folter Wink
Mir fällt nur auf das erste Tiere ist jeweils dicker als das zweite.
dies erkennt mann an den dickeren Fettpolster am Rücken hinter dem Kopf, wenn ich mich nicht irre.
Lass uns bitte nicht zu lange warten auf die Auflösung Wink

LG
Ingo
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jan

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BeitragThema: Re: Ernährung   Di 30 Okt 2007 - 9:08

hi,
poa hab noch nie gemerk wie schön diese wildformen sind.
ich weis es passt jetzt nicht zum thema aber hat jemand nachzuchten von irgend einer wildform oder am besten von
Betta persephone???
@ thomas
ich finde auch das erste dicker ist! der zweite kommt mir irgendwie nicht mager aber schlanker vor so könnte ichs ausdrücken.
LG JAN
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Thomas
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BeitragThema: proteinreiche Kost   Do 1 Nov 2007 - 16:39

Servus Angelika, Ingo und Jan und alle Interessierten!

Das jeweils gedrungenere, "fettere" Tier hat überwiegend Artemia-Nauplien bekommen.

Kurzfassung:
Frischgeschlüpfte Artemia-Nauplien (AN) sind aufgrund ihrer leichten Verfügbarkeit ein unerhört praktisches Futter, aber leider, bedingt durch ihre Inhaltsstoffe (protein-, fetthaltig und ballaststoffarm), weit davon entfernt ein langfristig vollwertiges Futter zu sein.
Die sich ständig bewegenden AN verbrennen ihre Fettvorräte entsprechend schnell und sind somit binnen kurzem energiearm aber eiweißreich!
Jungfische kommen mit dieser Ernährung vergleichsweise gut zurecht, da sie u.a. auch einen viermal so hohen Eiweißbedarf haben wie adulte Tiere.
Adulte Tiere hingegen, müssen Unmengen an dieser eiweißhaltigen Kost zu sich nehmen, um ihren Energiebedarf zu decken - ein Freund von mir hat diese treffende Formulierung kreiert: () diese "Fische sind also ungefähr so "fett" wie Arnold Schwarzenegger in seiner Bodybuilderzeit. Kommen solche Fische irgendwann in eine Streßsituation mit erhöhtem Energiebedarf, fallen sie um wie hochgemästete Schweine, die ja auch nicht fett sind, sondern einen Panzer aus Muskeleiweiß mit sich herumschleppen, der stoffwechseltechnisch sorgfältig gepflegt werden muß."

Die daraus resultierende Quintessenz ist in der Praxis, zumindest für mich, recht schwer umzusetzen.
Meine Nachzuchten schwimmen als Jungtiere bei den Eltern. Die Eltern bekommen daher immer AN auf den Speisezettel, bis die Nachzuchten groß genug sind auch anderes Futter fressen zu können.
Bei Lebendfutterengpässen werden ebenfalls überwiegend AN verfüttert.
Einen Zeit lang scheint das auch gut zu funktionieren, aber ich vermute einige negative Effekte.

Diese Erkenntnisse beruhen auf eigenen Erfahrungen, diversen Gesprächen mit und Beiträgen von einigen Freunden/Bekannten und sind keineswegs nur von mir!

Wie füttert ihr eure Jungtiere und Erwachsenen?

Liebe Grüße,
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Thomas
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BeitragThema: Geduld   Do 1 Nov 2007 - 16:49

jan schrieb:
poa hab noch nie gemerk wie schön diese wildformen sind.
ich weis es passt jetzt nicht zum thema aber hat jemand nachzuchten von irgend einer wildform oder am besten von Betta persephone?

Hallo Jan!

Ja, diese Tiere sind durchaus attraktiv und ja, das passt nicht hierher! Wink
Ich habe derzeit keine abgabefähigen Nachzuchten No , da sie noch zu jung/klein sind. Nächstes Frühjahr ist es aber sicher wieder so weit.
Bis dahin kannst Du ein Becken einrichten und Dich mit den Haltungsbedingungen auseinandersetzen study . Du findest diverse Beiträge bei den Wildformen.

Liebe Grüße,
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jan

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BeitragThema: Re: Ernährung   Fr 2 Nov 2007 - 21:53

hi,
danke thomas werde mich mal schlau machen;-)
LG JAN
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Karsten



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BeitragThema: Re: Ernährung   Sa 3 Nov 2007 - 12:53

Hallo Thomas,

interessantes Thema!

Und wirklich schöne Fotos.Kompliment!!!


Zitat :
Wie füttert ihr eure Jungtiere und Erwachsenen?

Also auf meine Betta persephone bezogen gibt es für die Jungfische eine relativ ausgewogene Ernährung.
Es gibt die erwähnten AN,gefrostete Cyclops und Mikrowürmchen.

Wobei die Mikrowürmchen nur maximal 2 mal in der Woche gefüttert werden weil sie doch sehr fettreich sind.

Bei den Cyclops war ich etwas überrascht das die kleinen persephone die so gierig schnappen.Bewegt sich nicht und wird doch gefressen.

Das ist bei meinen Betta uberis Jungfischen anders.
Was nicht zuckt wird nur angeguckt.Mehr auch nicht.

Leider kann ich noch keine verwertbaren eigenen Langzeiterfahrungen vorweisen was das "richtige" Futter für die kleinen Kämpfer anbelangt.

Ich stehe auf dem Standpunkt möglichst vielseitig zu Füttern um eine einseitige Verschiebung in eine Richtung der Nährstoffe zu vermeiden.

Die Futtertier-Zucht ist auch arbeitsaufwändig.Vor allem wenn draußen nichts mehr zu holen ist braucht die tägliche Pflege der Futtertiere auch etwas Zeit.

Zur Konditionierung erwachsener Fische gibt es fast nichts besseres als schwarze Mülas.
Nach Fütterung über mehrere Tage setzte bei vielen meiner Betta und Paros fast wie auf Befehl Paarungsverhalten ein.
Dann leider aber nur in der warmen Jahreszeit.

Gruß

Karsten

PS.In nächster Zeit kommen noch Moina auf den Speisezettel...
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Thomas
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BeitragThema: Re: Ernährung   So 4 Nov 2007 - 23:19

Karsten schrieb:
Leider kann ich noch keine verwertbaren eigenen Langzeiterfahrungen vorweisen was das "richtige" Futter für die kleinen Kämpfer anbelangt.

Servus Karsten,

ich auch nicht! Ich glaube zu wissen Wink , dass eine intensive Artemia-Fütterung von Jungfischen über die echte Notwendigkeit hinaus, also bis sie etwas anderes wie z.B. Cyclops-Nauplien, kleine Daphnia sp. etc., fressen können, negative Auswirkungen haben kann. M.E.n. kann es zu Veränderungen des Phänotypus kommen, vor allem geringere Körpergrößen, veränderte Proportionen und Kurzlebigkeit.
Ich probiere gerade einige B.persephone-Jungtiere, jetzt nach der Phase in der sie nur Artemia-Nauplien fressen konnten, überwiegend mit Copepoden und Cladoceren zu füttern. Ich bin gespannt ob und wie sich das auswirken wird!

Fortgesetzte Laichphasen können bei Alttieren, die mit ihren Jungtieren im Familienverband gehalten werden, dazu führen, dass diese über längere Zeiträume definitiv zu viele Artemia-Nauplien fressen. Hierbei konnte ich bis jetzt immer gegenlenken und die Tiere erhalten.

Die phänotypisch schönsten Jungtiere, sind immer aus Culex sp.-Phasen heraus entstanden. Ich stimme Dir zu, dass diese Larven gemeinsam mit Cyclops-Nauplien das beste Futter darstellen. Aus diesem Grund habe ich in diesem Sommer Schwarze Mückenlarven über meinen sofortigen Bedarf hinaus gesammelt und tiefgefroren. Wenige Larven, angepasst an meine Fischdichten, in Osmosewasser in Eiswürfelformen gegeben und eingefroren. Jetzt kann ich sorgenfrei Frostfutter verfüttern und habe nicht zu viel pro Portion. Sehr praktisch!

Liebe Grüße,
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Ingo

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BeitragThema: Re: Ernährung   Mi 7 Nov 2007 - 20:20

Hi Thomas, das trifft hatürlich zu mit dem
Zitat :
Inhaltsstoffe (protein-, fetthaltig und ballaststoffarm)
weshalb ich auch nur die jungtiere damit füttere, weil eben wie Du schon sagtest
Zitat :
Jungfische kommen mit dieser Ernährung
vergleichsweise gut zurecht, da sie u.a. auch einen viermal so hohen
Eiweißbedarf haben wie adulte Tiere.
Meine Erfahrung dazu...
... AN sind für eigendlich fast alle Leute sehr schlecht zu dosieren (mich eingeschlossen) und mann sollte sie eben dadurch nur in geringen Mengen verfüttern, lieber 5 mal am Tag als ein bis zwei mal, denn die jungfische fressen soviel wie reinpasst und es passiert sehr oft das diese Jungfische die nur AN bekommen zu Bodenrutschern werden.
Sofern es mir möglich ist bekommen meine kleinen AN, Micros, etwas Staubfutter und dekap. Artemiaeier im Wechsel.
Damit fahre ich ganz gut. und was das angeht.
Zitat :
Meine Nachzuchten schwimmen als Jungtiere bei
den Eltern. Die Eltern bekommen daher immer AN auf den Speisezettel,
bis die Nachzuchten groß genug sind auch anderes Futter fressen zu
können.
wäre vllt. eine Möglichkeit den adulden Tieren vorab Mückenlarven oder etwas von der größe vergleichbares zu Füttern und danach den Jungfischen AN.
So haben die Eltern den Bauch schon mal gefüllt und fressen somit nicht in dem Maße die AN.

LG
Ingo
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Thomas
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BeitragThema: Re: Ernährung   Do 8 Nov 2007 - 19:14

Ingo schrieb:
So haben die Eltern den Bauch schon mal gefüllt

Sag mal Ingo, womit, wie oft und wie viel fütterst Du Deine adulten Tiere?

Liebe Grüße,
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Ingo

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BeitragThema: Re: Ernährung   Do 8 Nov 2007 - 20:12

Hi Thomas, ja ich weis worauf du hinaus willst Wink
Natürlich, ich fütter den adulden Tieren Mülas meist weisse oder rote, und den kleinen wie oben beschrieben, NUR wie ja schon öfters beschrieben bekommen die adulden Tiere nicht so oft Futter wie die Jungfische, deshalb erwischen sie auch immer einige AN mit, keine Frage.
Ich finde das hat bei mir bis her gut bewehrt, es ist aber auch nur bei den Wildarten so, die Jungfische von B.splendens werden eh von den Eltern getrennt und somit auch getrennt gefüttert.

LG
Ingo
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