Betta Forum

Diskussionsplattform für Labyrinthfischfreunde - Plattform for Labyrinthfish Friends
 
StartseitePortalSuchenAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 sie leben noch

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3
AutorNachricht
Ingo

avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 532
Alter : 35
Wohnort : Regensburg (Bayern)
Anmeldedatum : 03.12.06

BeitragThema: Re: sie leben noch   Di 1 Mai 2007 - 23:44

Hi Kim, natürlich zum Teil gebe ich Dir recht. Was die Fische angeht, die sich noch Natürlich verhalten.

In einem Beitrag hast Du geschrieben
Zitat :
Ich hab meine Prinzipien - erlöst wird erst, wer nicht mehr frisst...

Das sollte man natürlich abwägen---Ich spreche mal wieder nur, von meiner Seite her gesehen---Ich denke dabei auch an die anderen Fische, da ein Pilz doch sehr ansteckend sein kann und ich meinen restlichen Bestand somit Unnötig der Gefahr aussetze, sich auch anzustecken.

Das Problem hast Du ja gehabt, da es alle bekommen haben (oder wenn es vorher schon da war), zumindest zum Ausbruch gekommen ist.
Ich möchte ja nicht Sagen bei den anderen verläuft es zum Schluss genauso... aber wer kann das schon genau Wissen...
Ich will damit nur Sagen die Gefahr ist gross, zumal es sich anscheinend um einen noch nicht wirklich bekannten Pilz handelt, das sich eben die neuen Fische auch anstecken.

Ich möchte Dir nicht reinreden auch wenn es den Anschein hat...
Nur ggf. Vorsorge treffen Wink

LG
Ingo
Nach oben Nach unten
http://www.honey-betta.de
Tigrrr

avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 284
Alter : 44
Anmeldedatum : 01.12.06

BeitragThema: Re: sie leben noch   Mi 2 Mai 2007 - 11:59

hi Ingo,
ahhh, ich verstehe was du meinst!!

Meine Situation ist aber folgende: Es sind bereits alle infiziert. Daran habe ich jetzt keine Zweifel mehr, hatte aber schon im Dezember diesen Gedanken.

Ob sich die "neuen" Fische bei den "alten" angesteckt haben oder bereits mit Krankheit gekommen sind - es lässt sich nicht mehr genau feststellen. Fest steht, dass ALLE irgendeine Art von Pilz haben. Daher habe ich auch seit Ewigkeiten keine neuen Fische aufgenommen oder Fische abgegeben.

Der Krankheitsverlauf war bisher meist sehr typisch und ist mir auch schon bekannt. Daher weiß ich normalerweise, wann es Zeit ist, zu erlösen.

Bei Mighty Mouse letzte Woche war der Verlauf untypisch und der Pilz ist möglicherweise entweder ein anderer oder mutiert. Kann vorkommen, bedeutet aber in der Praxis kaum einen Unterschied für mich.

Natürlich ist die Situation frustrierend. Zucht ist nicht möglich, auch sonst keine Veränderungen. Andererseits habe ich im Moment auch kein Geld, und das macht es leichter, zu warten. Wink

Die Fische, die symptomfrei herumschwimmen, kann man nicht als "leidend" bezeichnen. Im Gegenteil, einer meiner ältesten (19 Monate) hat nun einen neuen Nachbarn und ist gerade dabei, ein Nest zu bauen, was er seit ca einem halben Jahr nicht mehr getan hat Very Happy

Ich hänge außerdem sehr an den Rackern (du hast ja sicher bemerkt, dass sie alle Namen haben...).

Natürlich sehe ich dauernd Fische, die ich gern hätte (auch andere Spezies, wie zB den Orange-Buschfisch). Die Liste wird immer länger... *g*

Falls du meinst, ich hätte neue Fische (von euren) - nö, keiner davon war für mich. Ich habe sie nur für eine Freundin abgeholt bzw einen hat mein Freund aufgenommen, der allerdings seine eigene Wohnung hat. Meine Fische stecken von denen sicher keine an - sind nicht in Kontakt damit gekommen.

LG Kim
Nach oben Nach unten
Bärwald



Männlich Anzahl der Beiträge : 35
Alter : 44
Wohnort : D-34128 Kassel
Anmeldedatum : 23.10.07

BeitragThema: Re: sie leben noch   Di 4 Dez 2007 - 1:36

Hallo @ all,

ich würde gerne wissen was aus dem "Flossenfraß" geworden ist? Ich meine habt ihr da noch weitere Informationen erhalten, welche vielleicht zu einer Heilung hätten führen können, wenn der Betta nicht vorher gestorben wäre?

Mein Name ist Peter. Ich bin aus Deuschland und habe gerade dasselbe Problem mit einem Betta. Es handelt sich um einem Melano HM.
Ich versuche mal ein Bild einzufügen, hoffe dass es klappt.






Ja, hat geklappt *freu*

Ich wäre wirklich um jede Information dankbar, denn ich würde gerne versuchen den Betta zu retten.

LG
Peter
Nach oben Nach unten
http://www.kampffischfreunde.de
Ingo

avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 532
Alter : 35
Wohnort : Regensburg (Bayern)
Anmeldedatum : 03.12.06

BeitragThema: Re: sie leben noch   Di 4 Dez 2007 - 9:08

Hi Peter,s chön das Du auch hier bist, leider ja mit schlechter Nachricht.
Schau mal auf den link....http://www.ehbbcforum.de/thread.php?threadid=1626&sid=&hilight=Thaikrankheit
da findest Du dazu etwas, vielleicht ilft es auch Dir....

LG
ingo

Ich drücke die Daumen das es sich bessert, bei dem kleinen Kerl.
Nach oben Nach unten
http://www.honey-betta.de
ursula
Admin
avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 1310
Alter : 44
Wohnort : Wien
Anmeldedatum : 01.12.06

BeitragThema: Re: sie leben noch   Di 4 Dez 2007 - 9:24

Hallo Peter,
willkommen im bettaforum Very Happy
Woran Kim's Fische erkrankt sind, ist in der Literatur unter Ichthyophonus hoferi oder Ichtiosporidiose oder Ichtiosporidium hoferi zu finden. Es handelt sich um einen parasitären Pilz. Er ist hochansteckend, führt fast immer zum Tod der Fische und es gibt keine erwiesenermaßen wirksame Therapie. Die meisten Todesfälle passieren lt. Literatur 4 Monate nach Ansteckung - quasi ein Peak, wo plötzlich ein Fisch nach dem anderen binnen weniger Tage/Wochen verendet. Der Pilz bildet in den Fischen Granulome, die an Fisch-TBC erinnern, allerdings hat er 2 Zellmembranen und Fisch-TBC nur eine. Diese Granulome allerdings verursachen mit der Zeit im Prinzip ein Multi-Organversagen, woran der Fisch dann auch schlußendlich stirbt (also zumeist findet man "plötzlich" verstorbene/gerade noch lebende, an der Oberfläche hechelnde Fische mit aufgequollenem Bauch und ev. abstehenden Schuppen im Becken) - oft allerdings gibt es zusätzliche Symptome wie irreversible Flossenfäule, weiße Flecken am Fischkörper usw usw, die einfach nicht wegzutherapieren sind - je nachdem wo der Pilz als erstes am zerstörendsten wirkt.
Im Prinzip ist eine sichere Diagnose erst mit dem Sezieren erstellbar.
Übertragbar ist dieser Pilz anscheinend mit fast allem, hauptsächlich allerdings wird Futter erwähnt, in dem Meerestiere verarbeitet wurden, aber auch Sporen können sich erhalten und eingeschleppt werden (er ist im Wasser und auch an der Luft lange überlebensfähig und braucht dazu keinen Wirten) zB an Pflanzen oder gar in neugekauftem Sand, gebrauchten Becken usw. und natürlich erfolgt auch eine Übertragung durch eingekaufte, bereits infizierte Fische (vorallem über deren Ausscheidungen im Wasser, aber auch Leichenfraß).
So, ich drücke dir alle Daumen, daß Du das NICHT in Deiner Fischpopulation hast - allerdings erst das Sezieren des nächsten verstorbenen bzw. gerade noch lebenden Fisches wird Dir absolute Gewissheit verschaffen! Wenn sich die anzeichen verstärken und Du den Verdacht hast, daß du es doch bei dir haben könntest, erkundige Dich doch mal präventiv jetzt schon mal, wo man in Deiner Wohngegend einen Fisch sezieren lassen könnte.
Wenn es sich allerdings doch bewahrheiten sollte, dann müßtest Du entweder wie Kim vorgehen und Deine Fischpopulation aussterben lassen oder sie komplett vernichten, danach alles gründlichst desinfizieren (Desinfektionsregimes gibt es auch im Internet nachzulesen - bei diesem Pilz bewährt sich angeblich Ethanol, allerdings sollte man aufgrund der Hartnäckigkeit sicherheitshalber mehrere Mittel kombinieren - also zB Ethanol, Chlor, Hitze und Salz/Essig o.ä.) und alles wegwerfen, was nicht gut zu desinfizieren ist (zB Schläuche, Netze, Pflanzen, Sand usw).
LG & toi, toi, toi
Ursula

_________________

Member of EHBBC & IBC
Nach oben Nach unten
Bärwald



Männlich Anzahl der Beiträge : 35
Alter : 44
Wohnort : D-34128 Kassel
Anmeldedatum : 23.10.07

BeitragThema: Re: sie leben noch   Di 4 Dez 2007 - 20:28

Hallo an alle,

danke für die Antworten. Nun, jetzt bin ich noch mehr durcheinander, aber das wird sich sicherlich noch bald irgendwie regeln.

Zur Info:
Der Betta ist seit dem er bei uns ist, seit April 2007, in Einzelhaltung. Etwa eine Woche bis 14 Tage später traten die Symthome auf.
Erste Behandlung war SMBB
Dann SMBB mit Salz
Dann konzentrierte Salzbäder
Danach erst haben wir begonnen Medizin einzusetzen. Wir haben bis heute eigentlich alles was es auf dem Markt an Medikamenten für Fische gibt angewendet.
Bis heute keine Verbesserung ins Sicht.
Er ist aber immer noch munter und aktiv, baut Schaumnester und balzt um sein Weibchen (wenn er es sieht) und ist verdammt neugierig.
Andere Symthome hat er keine. Es ist auc kein Belag auf ihm zu sehen, woraus man hätte auf irgendeine Krankheit schließen können.
Er wird abwechslungsreich gefüttert und es wird ein regelmäßiger Wasserwechsel gemacht.

Im Oktober haben wir noch einen Melano mit dem Import bekommen. Auch er begann gleich nach 1 Woche/14 Tage die Flossen zu schmeißen (bei beiden betrifft es fasst ausschließlich nur die Caudale).
Diesen Betta haben wir bis heute nicht behandelt, außer mit etwas SMBB und etwas Salz.
Bei beiden Melanos sind die Weibchen kern gesund.
´
Alle anderen Importe (Wildarten und PK`s) sind vollkomen in Ordnung. Keine Probleme.

Da meine Frau immer sehr gründlich und vorsichtig ist, wird bei uns immer alles peinlichst genau gereinigt/desinfiziert, also jeder Kescher, der Kies, die Gegenstände. Kies uns Pflanzen werden sogar entsorgt wenn einmal eine Krankheit ausgebrochen war um das Risiko einer Ansteckung zu vemeiden.

Alle anderen Fische konnten sich daher auch nicht anstecken. Alle Betta (auch die Weibchen) werden bei uns Einzeln gehalten (mit Ausnahme der Wildarten).

Wir galuben auch nicht mehr daran, das wir die Melano noch heilen können. Sie werden aber bei uns einen schönen Lebensabend verbringen dürfen.
Wir möchten aber trotzdem Wissen, um welche Krankheit es sich handelt, damit wir vielleicht beim nächsten mal mit der richtigen Medizin und Behandlung gleich handeln können und nicht verschiedene Medikamente einsetzen müssen, welche dann auch nicht heilen können.

Noch etwa zum Krankheitsbild:
Es war bisher nie etwas blutiges zu erkennen, keine weißen Ränder, keine Verletzungen.
Im Prinzip sind die Caudalen den fasst über nacht einfach n sich zusammen geschmolzen. Es sind keine Flossenteile abgefallen. Er war kein Pilz oder ähnliches zu erkennen. Die Flossen sind einfach eingerissen und bildeten sich zurück was dann mit schmelzen verglichen werden kann.
Es wächst auch nichts neues nach. Die Bilder oben zeigen den Melano aus dem ersten Import. So wie die Caudale jetzt aussieht (es sind aktuelle Bilder) sieht es bereist seit Mai aus.

Vielleicht findet sich ja doch noch was....wir geben nicht auf.

LG
Peter
Nach oben Nach unten
http://www.kampffischfreunde.de
ursula
Admin
avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 1310
Alter : 44
Wohnort : Wien
Anmeldedatum : 01.12.06

BeitragThema: Re: sie leben noch   Mi 5 Dez 2007 - 0:05

Hallo Peter,
WENN es "normale" Flossenfäule ist, dann ist das beste Mittel, das ich jemals dagegen gefunden habe von JBL Ektol Cristal - in Verbindung mit täglichem Wasserwechsel über mind. 4 Wochen hindurch!
WENN es hingegen ein Symptom im Rahmen einer anderen Erkrankung sein sollte, wirst Du damit dauerhaft nichts ausrichten - vielleicht ein kurzer Stopp maximal, aber es würde rasch wiederkommen.
Generell sind die Langflosser viel prädistinierter für Flossenfäule als alle anderen Bettas. PKs, Wildformen aber auch Weibchen scheinen dagegen resistenter zu sein.
Ich hoffe, Du kriegst die flossenfäule damit doch noch in den Griff - wenn nicht würde ich den ersten der beiden der daran stirbt sezieren lassen (falls irgendwie machbar).
LG & toi, toi, toi
Ursula

_________________

Member of EHBBC & IBC
Nach oben Nach unten
Elisabeth

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 195
Alter : 44
Wohnort : Graz
Anmeldedatum : 08.12.06

BeitragThema: Re: sie leben noch   Mi 5 Dez 2007 - 1:23

Hallo Peter!

Was mir noch dazu einfällt, wäre ein extremer Fall von Tailbiting.
Bettas mit großen Flossen neigen dazu sich unter Streß alles an Flosse abzubeißen, was sie erwischen. Das kann sein nach/beim Transport, Sichtung von Rivalen (so aufgepuscht, dass sie sich selbst angreifen- blind vor Wut) Fotosession (Aufregung duchs Umsetzten, Geblendet vom Fotolicht/Blitz Bettas haben sehr empfindliche Augen müssen ja im Dreck sehen können) Weibchen gesehen Flosse weg. Passieren tut so was meist in der dunklen Zeit und morgens ist nicht da, wie weggeschnitten ohne Rays und FLossenfetzten! Wenn die Hygiene stimmt und nochdazu bei Importfischen päventiv behandelt wird kommt es auch zu keiner Entzündung oder Erkrankung. Sind allerdings die Flossen mal soweit ab wachsen sie auch nicht mehr deutlich nach wie bei kleineren Verletzungen.
Bei Joep gibt es über Tailbiting einen Artikel unter den Artikeln.
Ja schon wieder einer auf Englisch aber dafür mit Foto und schön kurz :-)
Das würde auch erklären, warum die Medikament nicht geholfen haben, der Fisch wäre dann gar nicht krank gewesen. Dadurch wurde nicht schlimmer aber auch nichts besser. Dass jetzt vielleicht die Ränder anfangen zu kränkeln kann daran liegen dass das Immunsystem zumindest des einen durch die vielen Medikament ziemlich ko ist. Zusätzlich werden Importfische nicht annähernd so alt wie Eigenzuchten! Mit viel Glück ein Jahr und dann ist es ein Importmedusalem (kein Scherz)

LG Eli
Nach oben Nach unten
http://mitglied.lycos.de/lele2002/
Bärwald



Männlich Anzahl der Beiträge : 35
Alter : 44
Wohnort : D-34128 Kassel
Anmeldedatum : 23.10.07

BeitragThema: Re: sie leben noch   So 6 Jan 2008 - 5:28

Hallo an alle und ein frohes neues Jahr.

Ich will Euch mal auf das Laufende bringen, wie es unserem Betta geht.

Er lebt und schwimmt noch. Seine Flosse ist leider nicht besser geworden.

Wir haben in den letzten Wochen alles mögliche probiert, aber leider hat bisher nichts geholfen. Zum Glück nimmt es uns der Betta nicht übel und schwimmt weiterhin fröhlich in seinem Becken und blubbert ab und an auch sein Schaumnest.

Wir sind uns ziemlich sicher dass es ein Gendeffekt ist und keine Krankheit.

Jetzt wollen wir noch einen einzigen Versuch machen.

Wir wollen das Wasser mit Mineralsalz von Sera aufhärten. Sollte es ein Gendeffekt sein, dann könnte das härtere Wasser dazu beitragen, dass die Flosse nicht zusammenschmilzt, also dass das Flossengewebe in härteren Wasser etwas standfester ist.

Auf diese Idee sind wir gekommen, weil wir das Wasser aus den letzten Importen mittels Tröpfchentest getestet haben. Die KH-Wert lag bei 12-14 und der GH-Wert bei 16-18, bei einem PH-Wert von 8.

Wir vermuten, dass bei diesen Wasserwerten das schwache Flossengewebe von Melanobetta stehen bleibt.

Ob wir mit unserer Vermutung richtig liegen....wird sich ergeben.

Egal wie, wir werden die Ergebnisse dann auch hier posten.

LG an alle
Peter
Nach oben Nach unten
http://www.kampffischfreunde.de
ursula
Admin
avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 1310
Alter : 44
Wohnort : Wien
Anmeldedatum : 01.12.06

BeitragThema: Re: sie leben noch   So 6 Jan 2008 - 12:41

Hallo Peter,
ich habe mir Deine geposteten Fotos nochmal angesehen...ich würde nach wie vor auf Flossenfäule tippen bzw. so wie Elisabeth meinte auf Tailbiting.
Der oft recht krasse Wechsel der Wasserwerte für Importfische hat mit Sicherheit einen negativen Effekt, wie auch der Transportstress an sich, die Zeitverschiebung, der Futterwechsel, die plötzliche Konfrontation mit völlig ungewohnten Bakterien in den hiesigen Becken, Temperaturveränderungen und und und - da hast Du mit sicherheit sehr recht! Dadurch ist unter anderem auch erklärbar, warum diese Fische mitunter bei uns nicht mehr lange leben und in Rekordgeschwindigkeit zu altern scheinen.
Diese Umstände erzeugen einen hohen Stressfaktor, und die Umstellung erfolgt nicht immer reibungslos - das Immunsystem wird geschwächt und der Fisch anfällig für viele Krankheiten.
Insofern kann Deine Theorie schon sein Richtiges haben Peter, aber ich denke, es würde mehr Sinn machen, dies für die nächsten Importfische von Anfang an so zu machen - da ist der Effekt wahrscheinlich größer - also sofort die Werte in der Tüte messen und dann nachahmen so gut es eben geht im Aquarienwasser. Zu bedenken ist aber mit sicherheit auch, daß diese Werte mitunter nicht den Normalwert für den Fisch darstellen - das Transportwasser ist oft aufgesalzen (damit wird das Wasser härter) und ein Stück Seemandelbaumblatt (bzw. Essenz) mit dabei (und das macht das Wasser wieder weicher).
Aber ein Versuch ist es sicherlich wert!

Was jetzt das derzeitige Problem angeht, bin ich mir nicht sicher, ob Du Deinem Fisch tatsächlich etwas gutes tust, da er sich ja wohl oder übel an Deine Wasserwerte bereits angepasst hat. Wenn Aufhärtung, dann langsam, langsam, langsam - über Wochen!!! Sonst erzeugst Du einen neuen Stressor, den er vielleicht gar nicht mehr aushält. Du kannst jedoch die Flossenbildung auch zusätzlich mit Futter unterstützen zB Tubifex (Achtung nur aus absolut sicheren Quellen kaufen!) oder auch mit kleinem Krill (auch Vorsicht).

Welche Ausgangswerte hast du denn daheim?
LG & toi, toi, toi
Ursula

_________________

Member of EHBBC & IBC
Nach oben Nach unten
Bärwald



Männlich Anzahl der Beiträge : 35
Alter : 44
Wohnort : D-34128 Kassel
Anmeldedatum : 23.10.07

BeitragThema: Re: sie leben noch   So 6 Jan 2008 - 22:42

ursula schrieb:
Hallo Peter,
ich habe mir Deine geposteten Fotos nochmal angesehen...ich würde nach wie vor auf Flossenfäule tippen bzw. so wie Elisabeth meinte auf Tailbiting.
Der oft recht krasse Wechsel der Wasserwerte für Importfische hat mit Sicherheit einen negativen Effekt, wie auch der Transportstress an sich, die Zeitverschiebung, der Futterwechsel, die plötzliche Konfrontation mit völlig ungewohnten Bakterien in den hiesigen Becken, Temperaturveränderungen und und und - da hast Du mit sicherheit sehr recht! Dadurch ist unter anderem auch erklärbar, warum diese Fische mitunter bei uns nicht mehr lange leben und in Rekordgeschwindigkeit zu altern scheinen.
Diese Umstände erzeugen einen hohen Stressfaktor, und die Umstellung erfolgt nicht immer reibungslos - das Immunsystem wird geschwächt und der Fisch anfällig für viele Krankheiten.
Insofern kann Deine Theorie schon sein Richtiges haben Peter, aber ich denke, es würde mehr Sinn machen, dies für die nächsten Importfische von Anfang an so zu machen - da ist der Effekt wahrscheinlich größer - also sofort die Werte in der Tüte messen und dann nachahmen so gut es eben geht im Aquarienwasser. Zu bedenken ist aber mit sicherheit auch, daß diese Werte mitunter nicht den Normalwert für den Fisch darstellen - das Transportwasser ist oft aufgesalzen (damit wird das Wasser härter) und ein Stück Seemandelbaumblatt (bzw. Essenz) mit dabei (und das macht das Wasser wieder weicher).
Aber ein Versuch ist es sicherlich wert!

Was jetzt das derzeitige Problem angeht, bin ich mir nicht sicher, ob Du Deinem Fisch tatsächlich etwas gutes tust, da er sich ja wohl oder übel an Deine Wasserwerte bereits angepasst hat. Wenn Aufhärtung, dann langsam, langsam, langsam - über Wochen!!! Sonst erzeugst Du einen neuen Stressor, den er vielleicht gar nicht mehr aushält. Du kannst jedoch die Flossenbildung auch zusätzlich mit Futter unterstützen zB Tubifex (Achtung nur aus absolut sicheren Quellen kaufen!) oder auch mit kleinem Krill (auch Vorsicht).

Welche Ausgangswerte hast du denn daheim?
LG & toi, toi, toi
Ursula

Hallo Ursula,

nun, da habe ich mich wohl etwas falsch ausgedrückt.
Wir haben nicht vor es an den Importfischen auszuprobieren. Mittlerweile haben wir feststellen müssen, dass es einige (nicht alle) der Nachzuchten leider auch bekommen. Ich glaube nicht dass diese sich die Flossen selber abbeißen. Was seltsam ist, ist die Tatsache, dass es bisher kein Weibchen bekommen hat.
Im Bettas4all habe ich heute auch zwei weitere Antworten bekommen
http://www.bettas4all.nl/viewtopic.php?p=9413#9413
Was uns auch stutzig macht, ist die Tatsache, dass es nur die Melanos haben, bzw. bekommen. Kein einziger der anderen Importfische hat dieses Problem und wir haben ca. 20 Import-Paare hier schwimmen.
Bei den Nachzuchten der Melano sind folgende Farben gefallen:
Royalblau, Steelblau, Marbel, Grisselt, Pastel.
Von diesen Farben haben bisher nur ein paar Steelblaue und Royalblaue Betta-Männchen dieses Flossenproblem bekommen. Aber auch nicht alle. Kein einziger Marbel, Grisselt oder Pastel hat diese Probleme und kein einziges Weibchen, egal von welcher Farbe.

Der eine Import-Melano Bock sitzt seit Mai 2007 bei uns. Gleich nach 14 Tagen bekam er bereits diese Flossenprobleme. Übernacht. Und es betrifft nur die Caudale.
Der zweite Bock sitzt seit Oktober 2007 bei uns. Er bekam dieses Flossenproblem auch innerhalb von den ersten 14 Tagen, auch übernacht.
Bisher haben wir nur den ersten Melano mit allen möglichen Medikamenten behandelt, auch tierärztlich. Keine Besserung, nichts hat geholfen. Seit Ende Oktober behandeln wir diesen Melano nicht mehr.
Der zweite Melano wurde bisher noch nie behandelt. Wenn es eine Krankheit wäre müsste er bereits tot sein.

Die Nachzuchten stammen alle vom ersten Melano. Sie sind am 15.08.2007 geschlüpft. Das Flossenproblem bei diesen tritt erst seit ein paar Tagen auf. Jetzt, wo sie die Flossen nochmal nachschieben!

Eigentlich hatten wir nicht vor den ersten Bock zu verpaaren, wegen der Flossenprobleme, aber ein befreundeter Züchter gab uns den Tipp es wenigstens einmal zu versuchen, um das Potenzial zu erhalten.
Bis dato dachten wir auch dass es sich um eine Krankheit handeln würde.

Wir halten und pflegen Kampffische seit über 20 Jahren (mit Unterbrechungen). Wir kennen eigentlich jede Krankheit und wissen auch was zu tun ist, aber das Problem haben wir noch nie gehabt....auch der Tierarzt nicht!

Man könnte den Betta untersuchen lassen, aber dafür müsste er getötet werden und das wollen wir nicht. Beide Betta schwimmen ganz normal im Becken, verhalten sich ganz normal, fressen normal und blubbern ab und an ein Schaumnest.

Wie wir nun erfahren haben, unter anderem durch dieses Forum hier und durch andere Foren, durch viele Gespräche usw., ist dieses Problem bekannt. Es tritt äufiger auf, bei vielen Züchtern, aber keiner kennet den Grund, oder weis wie man es löst.

Daher haben wir uns überall erkundigt was man machen könnte, versuchen könnte usw.
Meine Frau hat aus beruflichen Gründen mit Wasserchemie sehr viel zu tun. Sie hält es für möglich dass es mit den Mineralien zu tun haben könnte und/oder mit der Wasserhärte.
Es ist nur eine Vermutung. Aber was sollen wir denn auch sonst noch tun, wir haben ja schon alles andere ausprobiert.

Unsere Ausgangswerte (Leitungswasser) sind:
PH = 7,6
KH = 6
GH = 9
NO² = 0
NO³ = 25 mg/Liter
alles gemessen mit Tröpfchentest.


Unseren anderen Betta (auch denen aus den Importen), insgesamt ca. 200 Stück (inkl. der 4 verschiedenen Wldarten), geht es super. Keiner hat diese Flossenprobleme.
Unter unseren Kampffische haben wir auch einen alten VT Bock, der im Januar 2008 ziemlich genau 4 Jahre bei uns schwimmt. Bisher hatte dieser VT-Bock noch keine Krankheit, keine Flossenprobleme und er sieht heute noch wirklich Fit aus.

Ein paar andere Kampffische schwimmen auch schon länger als 2 und 3 Jahre bei uns.
Nach oben Nach unten
http://www.kampffischfreunde.de
ursula
Admin
avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 1310
Alter : 44
Wohnort : Wien
Anmeldedatum : 01.12.06

BeitragThema: Re: sie leben noch   Mo 7 Jan 2008 - 14:31

Hallo Peter,
ich habe dir im bettas4all gerade auch etwas zu Deinem Thread dazugeposted. In kürze hier auch nochmals als Zusammenfassung: Ich denke es ist wichtig zu berücksichtigen, daß Flossenfäule immer ein Symptom ist. In diesem Fall scheint es allerdings keinen offensichtlichen Grund für dieses Symptom zu geben, da Du ja Deine Fische genauso pflegst, wie man es tun sollte. Insofern gibt es für mich dann nur eine einzige weitere Denkrichtung....Es gibt durchaus sehr bösartige Krankheiten, die aufgrund der Schädigung im Fischkörper eine Anfälligkeit für viele symptomhaft erscheinende Zusatz-Erkrankungen sorgen können - zB ichtiophonus hoferi wie auch Fisch-TBC (wahrscheinlich aber gibt es weitaus mehr Krankheiten die sich so auswirken können im Verlauf).
Um das allerdings aufzuklären gibt es nur die Möglichkeit einer exakten Untersuchung, und das heißt in diesem Fall einen Fisch sezieren lassen - also einen Fisch zu opfern um für die anderen mit etwas Glück eine wirksame Behandlung zu finden. Ich denke das wäre es wert!
LG Ursula

_________________

Member of EHBBC & IBC
Nach oben Nach unten
mooncat



Anzahl der Beiträge : 1
Anmeldedatum : 07.01.08

BeitragThema: Re: sie leben noch   Mo 7 Jan 2008 - 21:07

Hallo @ all,

erst mal vielen Dank für eure nette Hilfe und Ratschläge.
Auch für euer Verständnis sich unsere langen Texte durchzulesen.

Nur kurz ich bin Manuela, Peter`s Frau. (Außführlicher stelle ich mich dann in dem dazu vorgesehenen Threat vor.)

Leider hat Peter eine Menge an Details vergessen, war keine Absicht, aber ich bin diejenige die dieses Problem von Anfang versucht hat zu lösen. Also hat er folglich auch so einiges nicht mitbekommen und überhört.
Zu den Fakten:
Laut Tierärztlicher Untersuchung (Haut und Kiemenabstrich), keine Bakterielle oder Pilze Erkrankung feststellbar.Vielzellige Ektoparasiten Test: nekativ
Kotausstrich: bakteriell nekativ, einzellige/vielzellige Endoparasieten nekativ.
Die von Ursula angesprochenen Erkrannkungen Fischtuberkulose (Mykobakteriose) und Ichthyosporiddium hält der Tierarzt zu 80% ausgeschlossen.
Begründung: Auch bei guter Pflege und Artgerechter Haltung ist es unwahrscheinlich das in dem langen Zeitraum diese Krankheiten nicht zum Ausbruch kommen.
Eine 100% Diagnose möchte er mir nur geben, wenn er den Fisch untersuchen darf, dazu muss er getötet werden.
Laut seiner Aussage ist das aber im moment unnötig, da er von einem massiven Genetischen Defekt ausgeht.
Also wie ihr seht ist alles nicht einfach.
Von Erfahrenen Züchtern hören wir das dieser Fall nicht einzigartig ist.
Mir sind sämtliche Krankheitssymtome bekannt, beschäftige mich seit mehr als 7 jahren nur mit Kranheiten der Kampffische.
Allerdings hatte ich bis zum diesen Zeitpunkt (April) keine Importfische.
Was mich an der ganzen Sache verzweifeln lässt ist die Tatsache das 2 Melano Fische davon betroffen sind. Der 2. bis heute unbehandelt.
Bei den Nachzuchten ist auffällig das es nur die Fische betrifft die am meisten Flosse geschoben haben mit exterm vielen Rays.
Das kurioseste ist aber das es nur die Fische der Farben royalblau und steel befällt. Marble oder cellofarbene sind nicht betroffen genauso wenig die die Flossenbezeichnung tragen delta und roundtail. Es sind nur die Hm`s.
Dieser Wurf bzw. die Böcke sitzen alle in einer Separierungsanlage, wäre es ein Bakterieller oder Pilzartiger Befall müssten alle betroffen sein.
Es ist zum verzweifeln (ich denke für euch auch!!). Ich hoffe ihr seit jetzt nicht so genervt von uns, aber ich möchte so viel Rat wie möglich einholen, bevor ich den Schritt wage ihn Töten zu lassen um eine genaue Diagnose zu bekommen.

Vielen lieben Dank für eure Hilfe.

Liebe Grüße
Manuela
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: sie leben noch   

Nach oben Nach unten
 
sie leben noch
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 3 von 3Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Betta Forum :: Diverses :: Fotos, Videos, Gallerie-
Gehe zu: